Parteispenden für “Schwesterparteien”
Note: This is about German politics. Hence German language only.
Ein interessanter Link von @funznetz auf Twitter gibt Aufschluss über Parteispenden, die 50.000 Euro übersteigen. Wenn man die Auflistung sieht, stellen sich einem unweigerlich viele Fragen, unter anderem auch folgendes: Warum zum Geier haben andere Parteien noch nicht das Konzept der “Schwesterparteien” von CDU/CSU kopiert, um doppelt Spenden abzugreifen?
Hier einmal die Schritt-für-Schritt Anleitung für SPD, FDP und Grüne:
- Man sucht sich ein Bundesland mit ausreichend hoher Einwohnerzahl und finanzkräftigen Unternehmen unter Berücksichtigung der eigenen Landes-Wahlergebnisse. (Bonuspunkte, wenn es viele Unternehmen sind, die häufiger mal einen Gefallen von der Politik brauchen)
- Man tut so, also ob die Meinungen einiger Parteimitglieder in diesem Bundesland signifikant vom Programm der Partei abweichen.
- Man gründet eine neue Partei (für die Namensfindung hat sich bewährt, einfach einen Buchstaben der alten Partei auszutauschen).
- Man sorgt dafür, dass sich alle Parteimitglieder in diesem Bundesland der neuen Partei anschließen, um die alte Partei dort nach einiger Zeit aufzulösen.
- Um den Schein zu wahren, einfach darauf einigen, dass man sich alle 2 Wochen öffentlich über eine zufällige Position der Parteien “streitet”, nur um rechtzeitig vor dem nächsten Thema der Presse “einen Kompromiss” zu präsentieren.
Bang! Doppelte Parteispenden…